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Don Bosco und die Sakramentalien

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Claudio Tessari

Der heilige Johannes Bosco war ein Mann des übernatürlichen Blickes, tief in der Lehre der Kirche verwurzelt und zutiefst marianisch. In einer Zeit geistiger und leiblicher Not verstand er die Sakramentalien als Hilfen Gottes, die den Glauben stärken, zur Umkehr führen und die Menschen unter den Schutz der Kirche stellen.


Berühmt ist die Geschichte der wundertätigen Medaille während der Cholera 1854 in Turin. Don Bosco ließ sie an seine Jungen austeilen, verbunden mit Beichte, Gebet und christlichem Leben. Die Medaille war kein Zauber, sondern ein Zeichen der Hingabe an Maria. Nach Berichten der Zeit blieb kein einziger Junge aus dem Oratorium, der sie im Glauben trug, an der Cholera tödlich erkrankt. Don Bosco sah darin die Fürsprache Mariens, die ihre Kinder zu Christus führt.


Von zentraler Bedeutung ist der Traum vom Kampf mit der Schlange. Don Bosco sieht eine riesige Schlange, Sinnbild des Teufels, der die Seelen der Jugendlichen verschlingen will. Ein Führer befiehlt ihm, ein Seil zu ergreifen und der Schlange um den Hals zu legen. Don Bosco gehorcht, spannt das Seil und hält durch. Erst als die Schlange besiegt ist, wandelt sich das Seil in ein Ave Maria, er erkennt: der Rosenkranz war die Waffe im geistlichen Kampf. Der Traum lehrt: Der Sieg über das Böse geschieht nicht durch menschliche Stärke, sondern durch das Gebet und die Fürsprache Mariens.


Don Bosco verstand Sakramentalien, Rosenkranz und marianische Hingabe nicht als blosse Andacht, sondern als konkrete Hilfen Gottes im täglichen geistlichen Kampf. Gerade in heutigen Zeiten der Verwirrung sollten wir uns nicht entmutigen lassen, den Jugendlichen sollten auch wir helfen, durch Maria zu Jesus zu gelangen. Passend zum heutigen Gedenktag ist auch die Vision des Don Bosco und das Tagesevanglium. Die Vision der Kirche als Schiff, angekettet an die Säule der Eucharistie und des Unbeleckten Herzens, und das Evangelium, wo Jesus im Schiff schläft bis er aufgeweckt wird und dem Sturm gebietet. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, sondern sollen den Herrn durch unser Gebet wecken, es ist seine Kirche und er wird sie nicht untergehen lassen. Nehmen wir unsere Zuflucht wie auch die Heiligen zur Muttergottes.

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