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AVE-Tag 2026 in Einsiedeln – Mit Maria ins neue Jahr

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Redaktion

Am 4. Januar 2026 versammelten sich in Einsiedeln über 400 Menschen zum AVE-Tag 2026 – Mit Maria ins neue Jahr. Der von AVEMARIA organisierte Glaubenstag stand ganz im Zeichen der Hinwendung zu Maria als Zuflucht und Weg zu Gott. Offen für alle, ohne Anmeldung und bewusst einfach gehalten, wurde dieser Tag zu einem starken Zeichen dafür, wie sehr Menschen zu Beginn des neuen Jahres geistliche Orientierung, Gemeinschaft und Stärkung im Glauben suchen. 

Der AVE-Tag war als unkomplizierter Glaubenstag konzipiert. Gerade diese Einfachheit erwies sich als Stärke. Viele Teilnehmende beschrieben den Tag als wohltuend, bestärkend und zugleich tief. In einer Zeit, die von Unruhe und Orientierungslosigkeit geprägt ist, bot dieser Glaubenstag Raum zum Innehalten, zum gemeinsamen Gebet und zur geistlichen Neuorientierung. 

 
Einheit im Glauben – gemeinsam im Dienst der Kirche 
 

Ein besonderes Zeichen setzte der AVE-Tag durch die breite Unterstützung von über zehn katholischen Organisationen, die den Anlass als Partner und Sponsoren mitgetragen haben. Diese gelebte Zusammenarbeit machte sichtbar, dass katholische Werke trotz unterschiedlicher Charismen in einem gemeinsamen Auftrag verbunden sind. Im Dienst der Kirche und der Seelen wirkten sie an diesem Tag zusammen und gaben ein glaubwürdiges Zeugnis der Einheit im katholischen Glauben. 

Das gesamte Tagesprogramm außerhalb der Liturgie fand im Kongresszentrum Zwei Raben statt. Dort boten die Infostände der Partnerorganisationen Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung. Im Sinne gelebter katholischer Gastfreundschaft lud der Veranstalter alle Teilnehmenden zu einer kostenlosen Gerstensuppe ein. Dieses einfache gemeinsame Mahl wurde von vielen als schönes Zeichen der Gemeinschaft und der Offenheit wahrgenommen. 

Besonders erfreulich war auch, dass mehrere Priester der Einladung folgten und den Tag gemeinsam mit den Gläubigen mitfeierten. Ihre Präsenz unterstrich die kirchliche Verbundenheit des Anlasses und verlieh dem AVE-Tag eine zusätzliche geistliche Tiefe. 

 
Die Botschaft Mariens – Umkehr als Weg zum wahren Frieden 

Der geistliche Mittelpunkt des Tages war die feierliche Heilige Messe in der Basilika von Einsiedeln, die gut gefüllt war. Bereits vor der Heiligen Messe versammelten sich zahlreiche Gläubige zum Rosenkranzgebet vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Gleichzeitig bestand Beichtgelegenheit. Diese bewusste Vorbereitung auf die Eucharistie prägte den geistlichen Charakter des Tages und öffnete Raum für persönliche Umkehr und Versöhnung. 

Die Heilige Messe wurde von Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann, geistlicher Beirat von AVEMARIA, zelebriert. Choral- und Chorgesang verliehen der Feier eine besondere Tiefe und Würde. In dieser Eucharistiefeier wurde deutlich, dass alles kirchliche Wirken aus der Begegnung mit Christus lebt und auf ihn hin ausgerichtet ist. 

 
Am Nachmittag vertiefte Prof. Dr. Dr. Weimann diese Perspektive in seinem Vortrag „Die Botschaft Mariens – wahrer Friede im Kleinen wie im Großen“. Er zeigte auf, dass echter Friede nicht durch äußere Maßnahmen entsteht, sondern mit der Umkehr im Herzen jedes einzelnen Menschen beginnt. Ohne diese innere Konversion bleibe jeder Friedensruf oberflächlich. Maria komme dabei eine zentrale Rolle zu: Sie habe keine eigene Botschaft, sondern verweise immer auf Christus. Ihr Wort „Tut, was er euch sagt“ bringe das Wesen echter Marienfrömmigkeit auf den Punkt. 

 
Nach übereinstimmender Lehre der katholischen wie auch der orthodoxen Kirche eröffne gerade die marianische Spiritualität den Zugang zu einer personalen Gottesbeziehung. Ohne diese bleibe der Glaube abstrakt. Echte Marienfrömmigkeit sei weder sentimental noch irrational, sondern personal, vernünftig und konsequent auf Christus ausgerichtet. Der Kern aller anerkannten Marienerscheinungen – ob in Lourdes oder Fatima – sei stets derselbe: der Ruf zur Umkehr, zur Buße und zum Gebet. 

Ein weiterer bewegender Akzent des Tages war das persönliche Glaubenszeugnis von Raphael Haslinger unter dem Titel „Vom Dunkel ins Licht“. Offen berichtete er von seiner Umkehr und davon, wie ihn die Hinwendung zur Muttergottes auf seinem Weg getragen hat. Er ermutigte die Teilnehmenden, bei Maria Zuflucht zu suchen und besonders im Rosenkranzgebet Kraft, Halt und Orientierung für den Alltag zu finden. Die Menschen zeigten sich tief berührt von diesem konkreten Zeugnis.  

 
Maria als Leitstern – Orientierung in Zeiten der Dunkelheit 

 
Der AVE-Tag hatte auch eine starke symbolische Dimension. Er folgte auf eine klare, sternenreiche Vollmondnacht. In diesem Zusammenhang zog Benjamin Aepli, Initiator des AVE-Tags, den Vergleich mit Maria als Leitstern. So wie Sterne in der Nacht Orientierung geben, versammelten sich die Gläubigen an diesem Tag bewusst um Maria, um den Blick neu auf sie – und durch sie auf Gott –  zu richten – gerade in Zeiten innerer und gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit. 
 

Diese Symbolik fand ihren sichtbaren Ausdruck in der abschließenden Lichterprozession. Mit Kerzen in den Händen zogen die Teilnehmenden gemeinsam durch die Dunkelheit von Einsiedeln zum Frauenbrunnen auf dem Klosterplatz. Dort vertrauten sie sich nochmals bewusst Maria an. Gestärkt im Glauben, innerlich erneuert und neu ausgerichtet traten die Menschen ihren Heimweg an – im Vertrauen darauf, dass Maria als Leitstern den Weg zu Christus weist, auch durch die Nacht hindurch. 

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